Der Rettungsdienst - Einführung

Der Ret­tungs­dienst — Ein­füh­rung

September 4, 2019 GKV-Institut Rettungswesen 0
Rettungsdienst

Das Deut­sche Ret­tungs­we­sen unter­schei­det sich von Bun­des­land zu Bun­des­land sehr stark. Aber war­um ist das so? Der Lern­text ver­schafft einen ers­ten Über­blick.


Radi­ka­le Reduk­ti­on der Kom­ple­xi­tät

  1. Ret­tungs­dienst

    ist Not­fall­ret­tung und Kran­ken­trans­port.

  2. Län­der­sa­che

    Das Ret­tungs­we­sen fällt in die Rege­lungs­kom­pe­tenz der Bun­des­län­der.

  3. Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen

    Kom­mu­nen bedie­nen sich oft­mals Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen für die Durch­füh­rung des Ret­tungs­diens­tes.


Recht­li­cher Rah­men und Struk­tur des Ret­tungs­we­sens

Ver­fas­sungs­recht­li­che Ver­an­ke­rung

Das Ret­tungs­we­sen (auch Ret­tungs­dienst) in Deutsch­land fällt ver­fas­sungs­ge­mäß in den Bereich der staat­li­chen Auf­ga­ben. Das Grund­ge­setz (GG) teilt die Rege­lungs­kom­pe­tenz zur Not­fall­ret­tung und des Kran­ken­trans­ports aller­dings den Bun­des­län­dern zu. Die­se müs­sen das Ret­tungs­we­sen zum Zwe­cke der Erfül­lung der staat­li­chen Daseins­vor­sor­ge somit eigen­stän­dig orga­ni­sie­ren.

Not­fall­ret­tung

Die Not­fall­ret­tung soll bei Not­fall­pa­ti­en­ten vor Ort lebens­ret­ten­de Maß­nah­men gewähr­leis­ten und sie in ein geeig­ne­tes Kran­ken­haus beför­dern. Dabei geht es ins­be­son­de­re um die Abwehr von lebens­be­droh­li­chen Gefah­ren und es wird zwi­schen dem Not­arzt­ein­satz (mit Arzt) und dem Not­fall­ein­satz (ohne Arzt) unter­schie­den.

Kran­ken­trans­port

Der Kran­ken­trans­port soll den fach­ge­rech­ten Trans­port kran­ker Men­schen, Ver­letz­ter oder Hilfs­be­dürf­ti­ger zur medi­zi­ni­schen Behand­lung gewähr­leis­ten.

Lan­des­recht

Die Bun­des­län­der erlas­sen jeweils eige­ne Ret­tungs­dienst­ge­set­ze. Sie die­nen als recht­li­cher Rah­men und als Ermäch­ti­gung zum Erlass der kon­kre­ten Durch­füh­rungs­ver­ord­nun­gen oder Lan­des­ret­tungs­dienst­plä­nen.

Exe­ku­ti­ve

Die orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­ga­ben im Ret­tungs­we­sen wer­den regel­mä­ßig an die Kom­mu­nen über­tra­gen. Auch der Zusam­men­schluss meh­re­rer Kom­mu­nen in Ret­tungs­zweck­ver­bän­de (RZV) ist mög­lich, die wie­der­um die Durch­füh­rung des Ret­tungs­diens­tes an Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen (z. B. DRK, ASB, Mal­te­ser Hilfs­dienst, etc. ) über­tra­gen.

Wei­te­re gesetz­li­che Rah­men­be­din­gun­gen

Wäh­rend die Struk­tur des Ret­tungs­we­sens in Deutsch­land durch das Lan­des­recht geprägt ist, so ist sei­ne inhalt­li­che Gestal­tung durch eine hete­ro­ge­ne Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne bestimmt. Bei­spiel­haft sein das Ret­tungs­as­sis­ten­ten­ge­setz (Ret­tAssG), die Ret­tungs­as­sis­ten­ten­aus­bil­dungs- und Prü­fungs­ver­ord­nung (Ret­tAs­sA­PrV), das Not­fall­sa­ni­tä­ter­ge­setz (Not­SanG), oder das SGB V inklu­si­ve der hier nor­ma­tiv legi­ti­mier­ten Kran­ken­trans­port-Richt­li­nie des GBA genannt.



 

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