Apotheker - wie ist der Beruf definiert?

Apo­the­ker — wie ist der Beruf defi­niert?

Juni 6, 2019 Pharmazeutische Gesetzeskunde Prüfungsfragen 0

Dies ist eine belieb­te Ein­gangs­fra­ge zu Beginn der Rechts­prü­fung für ange­hen­de Apo­the­ker. Beden­ke, dass es hier nicht um die von der Öffent­lich­keit wahr­ge­nom­me­ne Rol­len­funk­ti­on geht. Was der Prü­fer hören will, ist die recht­li­che Stel­lung des Apo­the­kers in Deutsch­land.

Gesetz­li­che Sys­te­ma­tik

Rele­van­te Lern­tex­te

Mus­terlö­sung

Gene­rel­le Ebe­ne

Beim Apo­the­ker­be­ruf han­delt es sich um einen gesetz­lich gere­gel­ten Beruf. Sol­che Beru­fe unter­lie­gen einer Zugangs­be­schrän­kung und typi­scher­wei­se star­ken staat­li­chen Ein­flüs­sen in Bezug auf die Aus­bil­dungs­in­hal­te und das Auf­ga­ben­ge­biet der Berufs­grup­pe. Wei­ter­hin sind sie durch geschütz­te Berufs­be­zeich­nun­gen gekenn­zeich­net.

Spe­zi­el­le Ebe­ne

Für den Apo­the­ker­be­ruf sind die maß­geb­li­chen Rechts­quel­len die Bun­des­apo­the­ker­ord­nung und auf ihrer Grund­la­ge vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit erlas­se­ne Appro­ba­ti­ons­ord­nung.

Legal­de­fi­ni­ti­on der Beru­fung

Über § 1 defi­niert die BApO:

Der Apo­the­ker ist beru­fen, die Bevöl­ke­rung ord­nungs­ge­mäß mit Arz­nei­mit­teln zu ver­sor­gen. Er dient damit der Gesund­heit des ein­zel­nen Men­schen und des gesam­ten Vol­kes.

Im Übri­gen wird die stan­des­mä­ßi­ge Beru­fung auch im Lan­des­recht über die Berufs­ord­nun­gen der jewei­li­gen Apo­the­ker­kam­mer auf­ge­grif­fen bzw. kon­kre­ti­siert:

Der Apo­the­ker erfüllt mit sei­ner Tätig­keit eine öffent­li­che Auf­ga­be. Er ist beru­fen die Bevöl­ke­rung mit Arz­nei­mit­teln zu ver­sor­gen. Er dient damit der Gesund­heit des ein­zel­nen Men­schen und der gesam­ten Bevöl­ke­rung. […]

Prä­ma­bel der Berufs­ord­nung der LAK BW

Zugangs­be­schrän­kung

Die bereits ange­spro­che­ne Zugangs­be­schrän­kung ergibt sich aus der Tat­sa­che, dass wer unter der Berufs­be­zeich­nung Apo­the­ker arbei­ten will der Erlaub­nis bedarf. Bei Apo­the­kern ist dies typi­scher­wei­se die Appro­ba­ti­on, wel­che an per­sön­li­che und for­ma­le Bedin­gun­gen geknüpft ist:

  • Wür­de und Zuver­läs­sig­keit
  • gesund­heit­li­che Eig­nung
  • Stu­di­um der Phar­ma­zie und bestan­de­ne phar­ma­zeu­ti­sche Prü­fung
  • aus­rei­chen­de Kennt­nis­se der deut­schen Spra­che
Stu­di­um der Phar­ma­zie

Die Stu­di­en­in­hal­te und Struk­tur des Phar­ma­zi­e­stu­di­ums wer­den über die bereits erwähn­te Appro­ba­ti­ons­ord­nung kon­kre­ti­siert. Den­noch obliegt die Aus­ge­stal­tung im Detail auf­grund der Län­der­ho­heit und den jewei­li­gen Hoch­schul­ge­set­zen der ein­zel­nen Uni­ver­si­tät. Hier­durch kön­nen sich leich­te Unter­schie­de in der Aus­bil­dung zum Apo­the­ker erge­ben.


Anzei­ge



 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.